Endlich hat „Bio“ nach dem Kühlschrank auch unseren Kleiderschrank erreicht!

Im Lebensmittelhandel haben sich Bioprodukte bereits etabliert und gewinnen immer mehr an Bedeutung. Bei der Bekleidung ist es noch nicht ganz so einfach, etwas zu finden, doch genau das soll sich jetzt ändern mit dem neuen Öko-Mode-Shop „Greenfeel“ für ökologische und fair gehandelte Bekleidung, in der Herrenstraße 7, in Linz.

Dass grüne Mode nicht zwangsläufig nach Kartoffelsack aussehen muss, beweisen viele neue, moderne Labels, die tragbare, ethisch korrekte Bio Mode kreieren. Die Materialien sind vielfältig, von Bio-Baumwolle über Wolle, Seide und Hanf spannt sich der Bogen, gefärbt mit reinen Naturfarben, fair gehandelt und fair genäht. Der Unterschied ist spürbar, und im Falle der Fa. „Spirit of Om“  auch messbar: die Wirksamkeit der Produkte  kann mittels kinesiologischem Muskeltest überprüft werden. (nähere Informationen im Geschäft)

Doch was genau ist Öko-Mode?
Damit meint man Bekleidung, die ausschließlich aus biologisch angebauten Rohstoffen, wie zum Beispiel Baumwolle, bestehen. Das heißt, beim Anbau darf kein gentechnisch verändertes Saatgut verwendet werden, es werden keine Pflanzenschutzmittel und keine chemischen Dünger eingesetzt. Die Wolle stammt  von Schafen aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Bei Hanf ist ohnehin kein Einsatz von Spritzmitteln notwendig, da die Pflanze weitgehend resistent gegen Schädlinge ist.

Doch das alleine reicht nicht aus, um Bekleidung ökologisch zu nennen, denn auch die Weiterverarbeitung muss unter ökologischen Aspekten stattfinden, es wird ausschließlich mit natürlichen Farbstoffen gefärbt und chemische Mittel, wie Bleichmittel kommen gar nicht zum Einsatz. Somit wird die Umwelt geschont, da kein giftiges Abwasser oder schädliche Dämpfe entstehen.

Außerdem werden die Transportwege so kurz wie möglich gehalten und die Kleidung wird fair gehandelt, also die Arbeitsbedingungen stimmen und die Arbeiter werden gerecht bezahlt und keines dieser Kleidungsstücke wird durch Kinderarbeit hergestellt.

Biobaumwolle:
Der Großteil der Kleidung besteht aus Biobaumwolle, sie hat sich gegenüber anderen Naturfasern stark durchgesetzt, weil sie leicht zu verarbeiten ist - sowohl Spinnbarkeit als auch Färbung sind einfach durchzuführen. Der Anbau ist jedoch wesentlich schwieriger, denn die Baumwollpflanze ist sehr anspruchsvoll, sie braucht viel Sonne, gleichmäßige Temperaturen und vor allem außergewöhnlich viel Wasser (durch Tröpfchenbewässerung energieschonender). Hauptherkunftsländer sind daher Indien und die Türkei. Statt den chemisch-synthetischen Düngern werden Mist und KomApost verwendet, welche die Bodenfruchtbarkeit fördern und durch den Fruchtwechsel mit anderen biologischen Feldfrüchten die Gesundheit des Bodens erhalten. Die Baumwolle ist sehr saugfähig und kann bis zu 65% ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen und sie hat eine hohe Schmutz- und Ölaufnahmefähigkeit, ist aber auch in der Lage diese wieder abzugeben. Baumwollstoffe sind sehr hautfreundlich (kratzen nicht auf der Haut) und haben ein äußerst geringes Allergiepotenzial. Aus diesem Grund bietet sich der Stoff auch für Allergiker (Neurodermitis) und Baby`s besonders an.